Was tun mit den Währungsreserven der Bundesbank? - DER SPIEGEL
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Was tun mit den Währungsreserven der Bundesbank?

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurter Banker bedrängen Bundesfinanzminister Hans Eichel, zumindest einen Teil der Währungsreserven der Bundesbank zu verkaufen - oder den Devisenschatz von ihren Instituten professionell managen zu lassen. Die Geld-Manager wittern dabei ein gutes Geschäft. "Wir brauchen keine Währungsreserven", sagte beispielsweise Hilmar Kopper, der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bank, dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Schließlich gebe es die D-Mark nicht mehr, sie müsse also auch nicht mehr gestützt werden. Kopper schlug vor, die insgesamt immerhin rund 170 Milliarden Mark, könnten möglicherweise als Deckungsstock für eine kapitalunterlegte Rentenversicherung verwendet werden. Der Chefvolkswirt der HypoVereinsbank, Martin Hüfner, will dem SPIEGEL zufolge das größte Einzelvermögen in der Republik umwidmen und langsam umstrukturieren - um es als Notfallfonds für die Risiken einer modernen Industriegesellschaft einzusetzen. Also beispielsweise für Naturkatastrophen in Folge der Erderwärmung - oder für andere unvorhersehbare Ereignisse. Denn wer sich in schweren Zeiten Geld leihe, weiss Hüfner, müsse oft horrende Zinsen bezahlen.

Dagegen schlagen andere Experten vor, die Reserven einfach zu verkaufen und zur Schuldentilgung einzusetzen. Finanzminister Eichel will dagegen von einem Verkauf der Reserven derzeit nichts wissen. "Einen Deubel werde ich tun", sagte er dem SPIEGEL.