Unruhe bei Springer
Friede Springer, Großaktionärin des Springer Verlags, hat zum Jahresende den Gesellschaftervertrag der Axel Springer Gesellschaft für Publizistik gekündigt, über die sie ihre Anteile am Konzern hält. Nach Informationen des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL bemüht sich die Witwe des Verlagsgründers zur Zeit, den zehnprozentigen Anteil zu übernehmen, der von den beiden Springer-Enkeln Ariane und Axel Sven ge-halten wird. Wie der SPIEGEL berichtet, wird sich der Gewinn des Zeitungsbereichs des Konzerns in diesem Jahr nach internen Berechnungen fast halbieren. So hat allein die "Welt" im ersten Halbjahr bereits über 50 Millionen Mark Verlust gemacht. Die elek-tronischen Medien und Multimedia, die im vergangenen Jahr noch Gewinne in zwei-stelliger Millionenhöhe abgeworfen haben, liegen nach den ersten sechs Monaten mit sechs Millionen Mark im Minus. Beide Bereiche werden zur Zeit von dem designierten Vorstandschef Mathias Döpfner geleitet.