Kein Schutz vor Bomben auf deutschen Flughäfen - DER SPIEGEL
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Kein Schutz vor Bomben auf deutschen Flughäfen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Trotz der verschärften Sicherheitsmaßnahmen auf deutschen Flughäfen gelangen Gepäckstücke immer noch unkontrolliert an Bord von Passagiermaschinen. Nach Informationen des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL werden Gepäckstücke nur "stichprobenartig" auf Sprengstoffe untersucht. Experten halten diese Sicherheitslücke angesichts der neuen Dimension des Terrors durch Kamikaze-Anschläge für weit gravierender als das nun verbotene Mitführen von Nagelscheren oder Kleinsttaschenmessern. Kein amerikanischer oder europäischer Flughafen ist nach Informationen des SPIEGEL derzeit gerüstet, "alle Gepäckstücke zu durchleuchten", erst vom 1. Januar 2003 an sei für Europa damit zu rechnen. Scanner, mit denen Plastiksprengstoff aufzuspüren ist, sind derzeit nur an wenigen Flughäfen verfügbar, ihr genereller Einsatz würde die Abfertigung von Gepäck deutlich verzögern.

Sicherheitslücken gibt es nach Informationen des SPIEGEL auch bei der Überwachung von Flughafenmitarbeitern und dem Warentransport in Sicherheitszonen. So wurden in Frankfurt vergangene Woche Kartons auf einer Sackkarre ungeprüft in den Transitbereich zu einem Laden transportiert. Auch Reinigungspersonal gelange ohne Kontrolle von "Putzeimer, Sack und Pack" in den Sicherheitsbereich. (DER SPIEGEL 39/01, Seite 58)