Kubicki rüffelt Lange - DER SPIEGEL
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Kubicki rüffelt Lange

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Der FDP-Fraktionsvorsitzende im schleswig-holsteinischen Landtag, Wolfgang Kubicki, hat den Hamburger FDP-Landesvorsitzenden Rudolf Lange wegen dessen Koalitionstaktik heftig kritisiert. Mit seiner Bündnis-Aussage zu Gunsten der CDU und der "Partei Rechtsstaatlicher Offensive" des rechtspopulistischen Amtsrichters Ronald Schill zweieinhalb Wochen vor der Hamburger Bürgerschaftswahl habe Lange das schlechte Wahlergebnis verschuldet, sagte Kubicki gegenüber dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Die FDP hatte bei der Wahl des Hamburger Landesparlaments am vergangenen Sonntag mit 5,1 Prozent die 5-Prozent-Hürde nur knapp übersprungen. Nach Langes Koalitionsaussage war die FDP in Meinungsumfragen von sieben auf fünf Prozent abgesackt. Von einem pensionierten Konteradmiral der Bundeswehr, sagte Kubicki zum SPIEGEL, "hätte ich strategisch mehr erwartet." Das dilettantische Vorgehen Langes, meinte dessen Kieler Parteifreund ironisch, zeige, dass "der Primat der Politik über das Militär erhalten bleiben muss." Nun müsse die Hamburger FDP allerdings auch konsequent bleiben, rät Kubicki. Von der Verzögerungstaktik Langes, erst nach einem Parteitag am 8. Oktober formale Koalitionsverhandlungen aufzunehmen, hält Kubicki nichts: "Je schneller die fertig sind, um so schneller ist der Fehler vergessen", sagte Kubicki im Hinblick auf die Koaliti-onsaussage vor der Wahl.