Hamburger Kaufmann hatte Kontakt zu Hintermännern der Anschläge auf US-Botschaften in Afrika - DER SPIEGEL
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Hamburger Kaufmann hatte Kontakt zu Hintermännern der Anschläge auf US-Botschaften in Afrika

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Der Hamburger Kaufmann Mamoun Darkazanli rückt bei den Ermittlungen im Zusammenhang mit den Attentaten auf das World Trade Center und das Pentagon immer mehr in den Blickpunkt der "Soko USA". Darkazanli hatte offenbar engen Kontakt zu dem Bin-Laden-Vertrauten Wadi al-Hage, der wegen seiner Beteiligung an den Bombenanschlägen auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania in New York zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Wie das Magazin berichtet, gab al-Hage auf der Visitenkarte seiner Firma "Anhar Trading" die Hamburger Wohnung Darkazanlis als Adresse an. Die Telefonnummer und der Faxanschluss auf der Visitenkarte sind noch heute existent und führen zu dem Anrufbeantworter von Darkazanli.

Völlig neue Erkenntnisse könnten der "Soko USA" arabische Schriftstücken geben, die unter äußerst mysteriösen Umständen die Polizei erreichten. Nach Informationen des SPIEGEL meldete sich ein mit Haftbefehl gesuchter 31-jähriger Kosovo-Albaner bei der Hamburger Polizei und gab an, bei einem Einbruch Akten in arabischer Sprache erbeutet zu haben. Ein Freund habe sie ihm übersetzt, sie hätten etwas mit den Attentaten in den USA zu tun. Zwar ist ein Großteil der Unterlagen, die sofort an die "Soko USA" ans Bundeskriminalamt nach Meckenheim geschickt wurden, noch nicht übersetzt, aber eines steht offenbar schon fest: Es handelt sich um Geschäftsunterlagen Darkazanlis. (DER SPIEGEL 42/01, Seite 30)