Muss Piëch seine Luxusmodelle bremsen?
VW-Chef Ferdinand Piëch muss zum Ende seiner Amtszeit die Pläne zum Einstieg in die Super-Luxusklasse möglicherweise zusammenstreichen. Vor der Verabschiedung des Investitionsplans für die nächsten fünf Jahre sagt der einflussreiche Betriebsratsvorsitzende Klaus Volkert, Modelle wie der geplante neue Bentley, der 2003 zu Preisen um die 300.000 Mark auf den Markt kommen soll, könne man problemlos verschieben.
Hintergrund: Die Arbeitnehmer kritisieren, dass der Volkswagen-Konzern viel Geld in neue Bentley- und Bugatti-Modelle investiert, aber kein Einsteigermodell in der Preisklasse unter 15.000 Mark entwickelt. Dies aber sei sehr viel wichtiger für die Zukunft des Unternehmens. Bislang hat der VW-Konzern allein für Bentley über zwei Milliarden Mark ausgegeben. Zum Kaufpreis von 1,4 Milliarden Mark kommen noch Verluste von insgesamt 840 Millionen Mark. In diesem Jahr wird bei Bentley abermals ein hohes Minus von mehr als 100 Millionen Mark erwartet. (DER SPIEGEL 42/01, Trends)