Schröder besteht nicht mehr auf einer Ampelkoalition in Berlin - DER SPIEGEL
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Schröder besteht nicht mehr auf einer Ampelkoalition in Berlin

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Bundeskanzler Gerhard Schröder rückt von seiner Forderung nach einer Ampelkoalition in Berlin ab. Das berichtet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der neuen Ausgabe. Der SPD-Bundeschef, der nach den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus noch Anfang der Woche massiv auf eine Koalition aus SPD, FDP und Grünen gedrängt hatte, ließ sich demnach inzwischen über die Schwierigkeiten bei der Bildung einer Ampel berichten. Die drei Parteien verfügen nur über eine knappe Mehrheit im Abgeordnetenhaus, zudem sind die Grünen tief zerstritten. Er sehe "latente Gefahr" bei den Grünen für eine Ampel, so Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit gegenüber dem Magazin. Er fühle sich "vollkommen frei" bei der Suche nach einer "stabilen Koalition für fünf Jahre".

Schröder kann sich nun auch ein Bündnis aus SPD und PDS vorstellen. Der SPD-Chef besteht allerdings nach Information aus SPD-Kreisen darauf, dass seine Partei allein über das Abstimmungsverhalten Berlins im Bundesrat entscheiden kann. Günter Rexrodt, FDP-Fraktionschef im Abgeordnetenhaus, lehnt die Forderung ab: Dies sei "nicht verhandlungsfähig." PDS-Spitzenkandidat Gregor Gysi bestätigte eine entsprechende Forderung der SPD, zeigte sich jedoch verhandlungsbereit. Er lehne es ab, Koalitionspartner "zweiter Klasse" zu sein, erklärte er gegenüber dem SPIEGEL, sehe jedoch Verhandlungsspielraum.