Arafat will verhandeln - DER SPIEGEL
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Arafat will verhandeln

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Palästinenser-Präsident Jassir Arafat sieht noch eine Chance für den Frieden. "Ich bin mir sicher, dass wir uns über Fragen, die noch offen geblieben waren, relativ rasch einigen werden“, sagte Arafat dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. "Wir brauchen doch nicht mehr am Nullpunkt anzufangen.“ An Israels Premierminister Ariel Scharon übte der Autonomie-Chef massive Kritik. Der habe mit seinem Besuch auf dem Plateau der heiligen al-Aksa-Moschee in Jerusalem erst "die Spirale der Gewalt ausgelöst“.

Der Palästinenser-Präsident beklagte zudem das brutale Vorgehen Israels gegen die Autonomieverwaltung und die Zivilbevölkerung. Scharons Soldaten benähmen sich "wie die Berserker“. Arafat: "Scharon führt einen blutigen Krieg gegen ein Volk unter Besatzung.“ Der Palästinenser-Führer bekräftigte seine Entschlossenheit, energisch gegen den Terror vorzugehen, um den "Wahnsinn ein für allemal zu beenden“. Dass Scharon den Autonomie-Chef nicht mehr als Verhandlungspartner akzeptieren will, lässt Arafat kalt: "Das ist sein Problem, nicht meins.“