Bundeswehr-Friedenstruppe für Afghanistan bemängelt Ausrüstung und fehlende Unterstützung - DER SPIEGEL
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Bundeswehr-Friedenstruppe für Afghanistan bemängelt Ausrüstung und fehlende Unterstützung

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Bundeswehreinheiten, die als Teil der geplanten Friedenstruppe in den Afghanistan-Einsatz ziehen sollen, haben der Armeespitze eine lückenhafte Ausrüstung und fehlende Unterstützung durch Spezialisten gemeldet, das berichtet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der neuen Ausgabe. Wie sich aus Defizitlisten ergibt, die beim Heeresführungskommando in Koblenz eingingen, fehlen den Deutschen vor allem Computer und Satellitenanlagen für die Kommunikation, außerdem qualifiziertes Personal zu deren Bedienung. Mangelware sind auch beheizbare Zelte: Die deutschen Friedenstruppen auf dem Balkan, über deren Verringerung Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) und Generalinspekteur Harald Kujat vergangenen Dienstag mit Nato-Partnern in Brüssel berieten, sollen nun welche abgeben.

Als Problem, das mit "Priorität“ angepackt werden müsse, gilt auch der Aufbau von Telefonverbindungen für private Gespräche der Soldaten mit der Heimat.Für die Afghanistan-Friedenstruppe bereiten sich ein Vorauskommando mit 70 Soldaten sowie zwei Fallschirmjägerkompanien und Unterstützungskräfte vor. Derweil erweist sich der geplante Beistand der Bundeswehr für US-Streitkräfte im Nahen Osten als Einsatz mit Hindernissen. Ein Erkundungsteam der ABC-Abwehrtruppe, das mit "Fuchs“-Spürpanzern auf amerikanischen Stützpunkten in Saudi-Arabien und Kuweit helfen soll, stand kürzlich vor verschlossenen Toren. US-Offiziere verweigerten den Deutschen den Zugang zu einem Camp in Kuweit, weil die zuständige Kommandozentrale in Florida deren Visite nicht rechtzeitig angekündigt hatte. Eilig ist der im Oktober angeforderte Beistand auch nicht mehr: Frühestens im Februar, so die Berliner Regierung, müssen die ABC-Einheiten einsatzbereit sein.