Joop will seine Firma zurück
Der Designer Wolfgang Joop ist am Rückkauf seiner Firma interessiert, die er 1998 an den Hamburger Modekonzern Wünsche für 76,7 Millionen Euro abgegeben hatte. Für weniger als die Hälfte für etwa 35,8 Millionen Euro steht die Joop! GmbH nun zum Verkauf. Der Modemacher will sich, wie das Nachrichten-Magazin Der SPIEGEL in der neuen Ausgabe berichtet, die Firma "nicht allein auf die Schulter laden" und sucht daher einen Partner: Er führt derzeit Gespräche mit dem Kosmetik- und Parfumkonzern Coty ("Lancaster", "Davidoff") und dem schweizerischen Investor Richard Orthmann. Die Joop! GmbH soll verkauft werden, weil die hoch verschuldete Wünsche AG auf die Pleite zusteuert. Der Wünsche-Gläubiger Orthmann lehnt einen mit den Banken ausgehandelten Forderungsverzicht ab, und damit droht das Sanierungskonzept von Wünsche zu scheitern.
Über einen Käufer von Joop! hat in erster Linie die Frankfurter BHF-Bank zu entscheiden: Wünsche hat der Bank als Sicherheit die Joop! GmbH verpfändet. Die Bank will die Modefirma, mit der sie nichts anfangen kann, so schnell wie möglich los werden. "Die Marke", fürchtet Joop gegenüber dem SPIEGEL, "geht kaputt."