Zahir Schahs engster Vertrauter: Bundeswehr soll Warlords entwaffnen
Die internationale Friedenstruppe und ihr deutsches Kontingent sollen in Afghanistan die so genannten Warlords, die unberechenbaren regionalen Kriegsfürsten, entwaffnen.
Das fordert die Fraktion des noch in Rom lebenden Ex-Königs Zahir Schah. "Stabile Strukturen", sagt dessen engster Vertrauter Hamid Sidiq in einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL, seien nur zu erreichen, wenn die Friedenstruppe außer in Kabul auch in anderen Großstädten wie Masar-i-Scharif oder Jalalabad, Präsenz zeige. Die Milizen sollten, nach der militärischen Entmachtung ihrer Anführer, in eine neu zu schaffende afghanische Armee eingebunden werden.
Sidiq koordiniert im Auftrag von Zahir Schah die für Juni geplante Sitzung des Oberstes Rates ("Loya Jirga"). Der 87-jährige Exilkönig werde am 21. März nach Kabul zurückkehren, kündigt Sidiq im SPIEGEL an, am Tag des afghanischen Neujahrfestes.