FBI-Mann schuld an Anti-Terror-Flop in Mönchengladbach
Ein falscher Tipp der amerikanischen Bundespolizei FBI hat am ersten Januar-Wochenende zu der Ermittlungspanne mit einem angeblichen al-Qaida-Terroristen in Mönchengladbach geführt. Wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGELin der neuen Ausgabe berichtet, hatte ein im niederländischen Den Haag stationierter Verbindungsmann des FBI am vorvergangenen Freitag den Hinweis eines bulgarischen Informanten ("Tony") dem deutschen Bundeskriminalamt übermittelt.
Am Samstag habe "Tony" seine Informationen mit Hotel und Zimmernummer in Mönchengladbach präzisiert und ein Sprengstoffgeschäft des angeblichen al-Qaida-Mannes mit zwei weiteren Kontaktpersonen angekündigt. Das BKA reagierte sofort und ließ den 27-jährigen Libanesen mit gefälschtem italienischem Pass und umgerechnet rund 4600 Euro in bar festnehmen. Der jedoch entpuppte sich, so ein Polizeisprecher gegenüber dem SPIEGEL, als "alter abgezockter Ganove" aus dem Ruhrgebiet: "Der wurde gezielt denunziert."