Berlin: SPD murrt über Party-Bürgermeister Wowereit - DER SPIEGEL
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Berlin SPD murrt über Party-Bürgermeister Wowereit

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Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) wird intern die verpatze Wahl des SPD-PDS-Senats am vergangenen Donnerstag angelastet, bei der SPD-Landeschef Peter Strieder im ersten Wahlgang durchfiel. Zudem wächst unter Sozialdemokraten der Unmut über seine lockere Amtsführung. An Strieder "wurde die Wut abgelassen, die über Wowereit herrscht", sagte ein einflussreicher SPD-Mann in der neuen Ausgabe des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL.

Wowereit fehlte etwa in der gemeinsamen Sitzung von Fraktion und Landesvorstand, als dort der Koalitionsvertrag abgesegnet wurde. Am Dienstag vergangener Woche war der Sozialdemokrat zudem verspätet von einem Paris-Abstecher nach Berlin zurückgekehrt, so dass er auch nicht zur letzten Sitzung des rot-grünen Übergangsenats erscheinen konnte. Wowereit war laut SPIEGEL auf einer Bürgermeisterkonferenz, bei der er mal in der Edel-Brasserie "Bofinger", mal im Feinschmecker-Tempel "La Tour d'Argent" speiste.

Seinen Paris-Trip ließ sich Wowereit auch nicht mit lästigen Terminen verplanen. Vorschläge für Einzelgespräche mit französischen Wirtschaftsführern lehnte der "erste Akquisiteur Berlins" (Wowereit über Wowereit) laut SPIEGEL ab. Führende Berliner SPD-Politiker wollen den Bürgermeister demnächst zu einer "penibleren Amtsführung" ermahnen.