Eichstätter Bischof Mixa mit Geld aus grauer Kasse unterwegs - DER SPIEGEL
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Eichstätter Bischof Mixa mit Geld aus grauer Kasse unterwegs

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Das Rätsel um rund 400000 Mark Bargeld, die der mazedonische Zoll kurz nach Weihnachten bei dem katholischen Militärbischof Walter Mixa beschlagnahmt hat, ist weitgehend aufgeklärt. Nach Informationen des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL stammt das Geld offenbar aus einer grauen Kasse des mazedonischen Bischofs Joakim Herbut. Herbut habe die Barbeträge "aus einer ganzen Reihe von Spendenfonds" abgezweigt, um sie für "künftige Immobilienprojekte" zu horten. Der Eichstätter Bischof Mixa habe für seinen mazedonischen Amtsbruder den Inhalt der Kasse in Deutschland von D-Mark in Euro umtauschen sollen. Spenden hatte es laut SPIEGEL in den zurückliegenden Jahren für das Bistum Skopje mehr als bislang bekannt gegeben. Das Osteuropahilfswerk Renovabis sowie die Caritas hätten eine Reihe von Projekten finanziert. Nach Angaben des SPIEGEL hatte Mixa unmittelbar nach seiner Ankunft am Flughafen von Skopje seine Delegation verlassen und war allein zu Herbut gefahren. Der deutsche Bischof habe nach eigenen Angaben den Geldtransfer nicht geplant: "Es gab keine vorherige Verabredung", die Übergabe der Geldbündel in zwei Umschlägen sei "spontan" erfolgt. In Deutschland, so das Magazin, habe der Eichstätter Bischof ein Konto auf Herbuts Namen einrichten sollen. Eine Vollmacht seines Amtsbruders habe er auf dem Rückflug von Skopje über Zürich nach München allerdings nicht dabei gehabt. Mixas Bistumssprecher sagte dazu dem SPIEGEL: "Im Detail war das eben alles noch nicht geklärt." Wie das Blatt weiter berichtet, musste Herbut kurz nach der Beschlagnahmung der 400000 Mark ins örtliche Krankenhaus eingeliefert werden – wie es hieß wegen "Bauchschmerzen".