Führerscheinentzug für Ecstasy-Konsumenten - DER SPIEGEL
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Führerscheinentzug für Ecstasy-Konsumenten

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Im Kampf gegen die Modedroge Ecstasy greift die Stuttgarter Polizei jetzt härter durch. Wer Ecstasy konsumiert oder auch nur in der Tasche hat, verliert nach einem Bericht des Nachrichten-Magazin des SPIEGEL seine Fahrerlaubnis. Der Stuttgarter Polizeipräsident Martin Schairer stellt Ecstasy damit auf eine Stufe mit Kokain und Heroin, deren Konsum und Besitz ebenfalls den Führerscheinverlust zur Folge haben können. Ecstasy sei die "am meisten unterschätzte Droge", sagt Schairer. Bei Verkehrskontrollen hätten 25 Prozent der unter Drogenverdacht stehenden Autofahrer Ecstasy eingenommen. Die erwischten Konsumenten bekommen ihren Führerschein erst zurück, wenn sie nachweisen können, dass sie ein Jahr lang drogenfrei sind. Baden-Württembergs Innenminister Thomas Schäuble (CDU) hält es laut SPIEGEL für wünschenswert, dass der Stuttgarter Modellversuch künftig im ganzen Land praktiziert wird, um so den Ecstasy-Konsum einzudämmen. Deshalb werde sich Baden-Württemberg jetzt verstärkt um die Neu- und Weiterentwicklung ambulanter Drogentestverfahren kümmern.