Neue Berliner Milliarden-Risiken - DER SPIEGEL
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Neue Berliner Milliarden-Risiken

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Übernahme von Risiken aus dem Immobilienfondsgeschäft der mehrheitlich landeseigenen Bankgesellschaft kommt Berlin noch teurer zu stehen als bisher erwartet. Wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der neuen Ausgabe berichtet, muss die Hauptstadt nach derzeitigen Berechnungen auf lange Sicht noch einmal rund acht Milliarden Euro zusätzlich für die zahlreichen Garantien bereitstellen, mit denen das Institut Anleger in seine Fonds gelockt hat. Das berichtet das Blatt unter Berufung auf Wirtschaftsprüfer und Haushaltspolitiker. Selbst beim günstigsten Szenario kämen demnach auf den Haushalt des Stadtstaates Belastungen in Höhe von fünf Milliarden Euro zu, schreibt das Magazin. Das allerdings setze eine erhebliche Besserung der Situation am Immobilienmarkt voraus. Die von der rot-roten Koalition beschlossenen Sparmaßnahmen würden, so zitiert das Blatt den PDS-Fraktionschef und Haushaltsexperten Harald Wolf, nun "in erheblichem Maße durch die Risiken der Bank aufgefressen". Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) bezeichnete dem Magazin gegenüber die Praktiken des alten Bankenvorstandes als "Kollektiv-Wahnsinn".