BND-Präsident warnt vor unveränderter Bedrohung durch al-Qaida - DER SPIEGEL
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BND-Präsident warnt vor unveränderter Bedrohung durch al-Qaida

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Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), August Hanning, hat in einem Gespräch mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL vor einer unveränderten Bedrohung durch die Terrororganisation al-Qaida gewarnt. Hanning sagte dem SPIEGEL: "Ich warne davor, daraus, dass wir nach dem 11. September keine gravierenden Anschläge gehabt haben, zu schlussfolgern, dass die Bedrohung geringer geworden sei. Das ist nicht so." Auch Deutschland sei "gut beraten", sich weiter auf mögliche Anschläge einzustellen. Es sei noch immer unklar, so der BND-Präsident, "wie die Strukturen beschaffen sind und in welchem Umfang auch sie beschädigt oder zerschlagen wurden. Da bleibt noch viel Arbeit".

Hanning verwies darauf, dass in der Vergangenheit "bis zu zwei Jahre" zwischen den einzelnen Anschlägen der Bin-Laden-Organisation gelegen hätten. Hanning sagte weiter, er sehe keine Verbindung zwischen dem Irak und der al-Qaida. Für Spekulationen, das Regime sei in die Anschläge vom 11. September verwickelt, "gebe es keinen Beleg". Weiter sagte der BND-Präsident zu Befürchtungen, die Bin-Laden-Gruppe habe sich bereits Massenvernichtungswaffen beschafft: "Arbeiten an nuklearen Waffen hat es nicht gegeben. Die Befürchtung, dass die Gruppe bereits im bedrohlichen Umfang biologische, oder chemische Waffen hergestellt hat, haben sich Gott sei Dank als falsch herausgestellt." Nur in "sehr geringem Umfang" seien Substanzen "die den im Ersten Weltkrieg verwendeten Kampfstoffen sehr ähnlich gewesen seien" an Tieren ausprobiert worden. Hanning: "Das Niveau war primitiv."