Neue Durchsuchungen wegen Bruchs des Irak-Embargos - DER SPIEGEL
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Neue Durchsuchungen wegen Bruchs des Irak-Embargos

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat zwei weitere Firmen durchsuchen lassen, die im Verdacht stehen, an illegalen Exporten in den Irak beteiligt zu sein. Wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der neuen Ausgabe berichtet, ermittelt die Behörde inzwischen gegen sechs Beschuldigte, darunter einen Heidelberger Rechtsanwalt und einen irakischen Geschäftsmann mit amerikanischem Pass. Dieser gelte gemeinsam mit einem seit dem vergangenen Oktober in Haft sitzenden Maschinenbauingenieur als Drahtzieher der Exporte.

Teilweise seien die illegalen Ausfuhren mit Hilfe einer kleinen Mannheimer Handelsfirma durchgeführt worden, die Partner im so genannten Oil-for-Food-Programm sei, das es dem Irak erlaubt, in engem Rahmen Öl aus- und Nahrungsmittel einzuführen.

Wie das Magazin weiter berichtet, besteht der Verdacht, dass die Beschuldigten Spezialbohrtechnik für die Herstellung der al-Fao-Kanone in den Irak verschoben haben (SPIEGEL 50/2001). Zudem sollen über eigens gegründete Firmen in der Ukraine weitere Geschäfte, darunter die Lieferung von Bremsfallschirmen für irakische Kampfflugzeuge, abgewickelt worden sein. Nach Angaben des SPIEGEL führen jetzt auch Spuren nach Großbritannien und in die Schweiz.