Bundeswehr hat kaum noch einsatzbereite Jetpiloten - DER SPIEGEL
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Bundeswehr hat kaum noch einsatzbereite Jetpiloten

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Düsengeschwader der Luftwaffe und der Marineflieger haben, wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der neuen Ausgabe berichtet, kaum noch voll einsatzbereite Crews. Der Grund: Weil Geld für Treibstoff und Ersatzteile fehlten, konnten viele Besatzungen im vergangenen Jahr nicht die Flugstunden und Trainingsprogramme absolvieren, die für ihre Einstufung als "combat ready“ (kampffähig) vorgeschrieben sind.

In einem "Tornado“-Geschwader beantragte ein Flieger kürzlich demonstrativ, ihm den "combat ready“-Status abzuerkennen, da er sich mangels Training nicht mehr sicher fühle. Nach einer Auswertung interner Statistiken über die Teilnahme an vorgeschriebenen Übungen mussten zahlreiche Crews auf eine niedrigere Leistungsstufe gesetzt werden. So gelten jetzt beim "Tornado“-Geschwader der Marineflieger nur noch sechs der mehr als 40 Piloten als "combat ready“. Um zu vermeiden, dass der Nato demnächst sämtliche Kampfgeschwader als nicht einsatzbereit gemeldet werden müssen, wollen Luftwaffe und Marine jetzt Vorschriften ändern und Leistungsanforderungen senken.