Finanzkonzept für Airbus-Werkerweiterung geplatzt - DER SPIEGEL
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Finanzkonzept für Airbus-Werkerweiterung geplatzt

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Das Finanzierungskonzept des Hamburger Senats für die Airbus-Werkerweiterung im Mühlenberger Loch ist geplatzt. Bislang sahen die Planungen vor, den größten Teil der Kosten zu decken, indem die Hansestadt ihren Anteil an der DaimlerChrysler Luft- und Raumfahrt Holding an DaimlerChrysler verkauft. 403 Millionen der insgesamt 665 Millionen Euro sollten auf diese Weise .nanziert werden. Nun erklärte ein Sprecher des Stuttgarter Konzerns gegenüber dem SPIEGEL, dass eine Übernahme der Anteile nicht zur Debatte stehe: "Es gibt keinerlei Absichten oder Gespräche, den Anteil der Stadt Hamburg an der DaimlerChrysler Luft- und Raumfahrt Holding zu übernehmen." Noch im Mai vergangenen Jahres hatte der Senat der Bürgerschaft mitgeteilt, DaimlerChrysler hätte den Kauf der Anteile zugesichert, ein Vertragsabschluss sei "für 2002 angestrebt". Folge der Absage: Die Zwischen.nanzierung, die jährlich 16,9 Millionen Euro an Zinsen verschlingt, wird zum Dauerzustand. Hamburg drohen auch im Zusammenhang mit der Elbaufschüttung zusätzliche Finanzprobleme. Gerd Gudehus, Professor für Bodenmechanik an der Universität Karlsruhe, prophezeit der Stadt "ein Zubuttern ohne Ende". Hamburg hatte sich bereit erklärt, für alle Folgekosten der Bautätigkeit aufzukommen. Die Aufschüttung von Millionen Tonnen Sand auf dem weichen Elbschlamm sei, so Gudehus, "ohne Beispiel in Europa". Für den Wissenschaftler steht fest, "dass es größere Bodenbewegungen" geben werde. Der Baugrund über dem Watt werde sich zu einer "welligen Landschaft" verformen, sagt Gudehus: "Immer wieder muss man dann den Boden für die bis zu 750 Meter langen Hallen anheben und richten." Der Sprecher der stadteigenen Realisierungsgesellschaft, Clemens Finkbeiner-Dege, erklärte, eventuelle "Absenkungen" seien bereits in die Planungen "einberechnet."