Geheimverhandlung zwischen DFB und Fernsehsendern - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Geheimverhandlung zwischen DFB und Fernsehsendern

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Heimspiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft sollen bis zum Jahr 2006 bei den Fernsehanstalten ARD und ZDF zu sehen sein. Darauf verständigten sich der ARD-Vorsitzende Fritz Pleitgen, ZDF-Intendant Dieter Stolte und Gerhard Mayer- Vorfelder, der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), bereits Ende Februar in einem vertraulichen Gespräch. Auch über den Preis sind sich beide Seiten dem Vernehmen nach einig: Für jeden Auftritt seiner Elite-Kicker in Deutschland soll der Verband knapp fünf Millionen Euro kassieren. DFB-Marketing- Chef Horst Lichtner bestätigt das Treffen, dementiert aber derart weit vorangeschrittene Verhandlungen. Der Deal würde ein Ende des ungehemmten Wachstums in der Vermarktung des Pro.fußballs ankündigen: Zum ersten Mal wäre hier zu Lande ein neuer Fernsehvertrag schlechter dotiert als ein bestehender. Der Fünfjahreskontrakt mit dem DFB, der bis zum 30. Juni 2004 gültig ist und die TV-Rechte an Länderspielen, DFB-Pokalspielen, Frauen-Bundesliga und Amateurfußball beinhaltet, war den Öffentlich-Rechtlichen im Jahr 1999 noch knapp 370 Millionen Euro wert – pro Auftritt der Mannschaft von Trainer Rudi Völler etwa 5,4 Millionen Euro.