Neue Kriminalstatistik verzeichnet Anstieg der Wirtschaftsverbrechen - DER SPIEGEL
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Neue Kriminalstatistik verzeichnet Anstieg der Wirtschaftsverbrechen

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Betrügereien mit Kreditkarten und unseriösen Geldanlagen haben die Wirtschaftskriminalität in Deutschland im Jahr 2001 um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen lassen. Das geht aus der neuen Kriminalstatistik hervor, die jährlich etwa Anfang Mai veröffentlicht wird. Insgesamt stieg die Zahl der registrierten Fälle bundesweit um 1,6 Prozent auf 6,36 Millionen Straftaten. Die Aufklärungsquote betrug unverändert 53 Prozent.

Experten alarmiert der Anstieg der Wohnungseinbrüche (plus sechs Prozent).Mit einem Rückgang der Autodiebstähle um neun Prozent setzt sich ein Trend fort, der wesentlich durch immer bessere Sicherungstechnik der Autoindustrie eingeleitet wurde. Die Rauschgiftkriminalität blieb nahe- zu unverändert, allerdings werden Heroin und Kokain zunehmend von Designerdrogen verdrängt.

Besorgnis erregend ist die weitere Zunahme der Gewaltkriminalität um 0,7 Prozent auf 188000 Straftaten und die wiederkehrende Zunahme der Jugendkriminalität um 4000 auf 298000 Delikte. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP)sieht darin eine direkte Folge des Personalabbaus. "Die polizeiliche Präsenz auf der Straße fehlt", klagt GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg.