PDS-Bundestagsfraktionschef Claus strebt Ministerpräsidenten-Amt in Sachsen-Anhalt an
In Sachsen-Anhalt strebt nach SPD, CDU und FDP nun auch die PDS das Amt des Regierungschefs an. "Wenn die PDS bei der Landtagswahl am 21. April stärker wird als die SPD, dann wollen wir eine rot-rote Koalition, in der wir den Ministerpräsidenten stellen , bestätigt der aus Halle stammende Vorsitzende der PDS-Bundestagsfrak- tion, Roland Claus. In der letzten Umfrage lag die PDS mit 26 Prozent zwei Prozent vor der derzeit regierenden SPD unter Führung Reinhard Höppners. Vor ihr liegt al- lerdings die Union mit 33 Prozent, die FDP käme auf 8 Prozent. Das Schlusslicht der Parteien, die derzeit den Sprung in den Landtag schaffen würden, bildet die Schill- Partei mit 5 Prozent. Im Fall eines Wahlsiegs über die SPD wird nach Planspielen der PDS-Spitze Claus seine Bereitschaft zur Übernahme des Ministerpräsidenten- amtes erklären. Eine Offerte für eine Koalition mit ihm an der Spitze, glauben die PDS-Strategen, könnte die SPD nur schwer ausschlagen. Claus hatte mit Höppner 1994 das "Magdeburger Modell die von der PDS tolerierte SPD-Minderheitsre- gierung aus der Taufe gehoben. Die SPD hat Bündnisse unter Führung der SED- Nachfolgepartei bislang kategorisch ausgeschlossen. Rücksicht auf die derzeit schwächelnde SPD will die PDS nicht nehmen: "Wir führen keinen Leihstimmen- wahlkampf.