Grenzschutz-Panne ermöglichte bei Wrestedter Geiselnahme Flucht nach Polen - DER SPIEGEL
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Grenzschutz-Panne ermöglichte bei Wrestedter Geiselnahme Flucht nach Polen

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Bei der Verfolgung der drei Geiselnehmer von Wrestedt bei Uelzen kam es offen- bar auf deutscher Seite zu einer Panne. Das Trio hätte ursprünglich am Grenz- übergang in Frankfurt (Oder) von Beamten des Bundesgrenzschutzes (BGS) an ei- ner Flucht nach Polen gehindert werden sollen. Ziel war es, die Gangster und ihre beiden Geiseln auf jeden Fall in Deutschland zu halten.

Trotz einer dringenden Bitte der Polizei-Einsatzleitung in Lüneburg hatte der BGS den Übergang nicht hermetisch abgeriegelt. Als kurz vor Mitternacht die Grenzwarnung herausgegeben wurde, waren nicht mehr genug Beamte vor Ort. Einen Lastwagen, der den Übergang blockieren sollte, umfuhren die Gangster.

Die drei 23, 25 und 26 Jahre alten Täter hatten am Dienstag kurz nach 18.30 Uhr die Filiale der Sparkasse in Wrestedt überfallen und zwei Bankangestellte als Gei- seln genommen. Anschließend waren sie in einer 21-stündigen Autofahrt bis in die Ukraine geflüchtet, wo sie erschöpft aufgaben.