Kirch könnte auch im Pleite-Fall die WM-Fernsehrechte 2002 und 2006 behalten
Medienunternehmer Leo Kirch, 75, darf auch im Fall der Pleite seines hoch ver- schuldeteten Imperiums die Fernsehrechte an den Fußball-Weltmeisterschaften 2002 und 2006 behalten. Kirchs Geschäftsführer Dieter Hahn und Fifa-Chef Joseph Blatter einigten sich am Donnerstag vor Ostern in Zürich auf den Deal, der das einst umgerechnet rund 1,9 Milliarden Euro teure Filetstück aus Kirchs bedrohter Kernfirma KirchMedia herauslöst und in die KirchSport mit Sitz in der Schweizer Steu- er-Idylle Zug überführt.
Die Fifa spekuliert darauf, dass die Rechte dort vor Gläubigern sicher wären. "Wir konnten nicht tatenlos zusehen, wenn alles um uns herum in die Brüche geht , so ein Top-Funktionär. Das Geschäft sei "insolvenzfest , hieß es auch aus dem Kirch- Umfeld. Die beteiligten Banken hätten den Deal abgenickt.