Banken wollen gegen Dresdner Bank klagen - DER SPIEGEL
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Banken wollen gegen Dresdner Bank klagen

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Der Streit um die Telecinco-Anteile der insolventen KirchMedia wird vermutlich vor Gericht enden. Vier Gläubigerbanken des Medienunternehmens sind fest entschlossen, einen Verkauf der Telecinco-Anteile durch die Dresdner Bank zu verhindern. Sollte das Institut nicht einlenken, wollen sie zivilrechtliche Schritte gegen ihren Konkurrenten einleiten. Nach Ansicht hochrangiger Manager dieser Banken könnte der Vorgang sogar die Staatsanwaltschaft interessieren. Schließlich habe die Dresdner Bank die Telecinco- Aktien, die bei der KirchMedia liegen, als zusätzliche Sicherheit für einen Kredit an die Kirch-Holding verlangt – und zwar als in Finanzkreisen längst bekannt war, dass die Gruppe in Schwierigkeiten ist. Zudem gehört die KirchMedia nur zu knapp 73 Prozent der Kirch-Holding, es gibt keinen Aufsichtsratsbeschluss über die Verpfändung. Und die KirchMedia, der das Aktienpaket gehört, war bereits an andere Banken verpfändet. Vertreter der betroffenen Häuser sehen deshalb laut einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL in dem Vorgang eine sittenwidrige Schädigung und Gläubigerbegünstigung. Beides aber sind strafrechtlich relevante Tatbestände.