Hamburger Terrorverdächtiger verschwunden
Eine der mutmaßlichen Schlüsselfiguren aus dem Umfeld der Hamburger Terrorzelle ist spurlos verschwunden. Von dem 41-jährigen Mohammed Haydar Zammar fehlt seit Monaten jede Spur. Inzwischen sind auch das Bundeskriminalamt (BKA) und das Auswärtige Amt eingeschaltet. Der Deutsch-Syrer, gegen den die Bundesanwaltschaft seit Mitte Oktober vergangenen Jahres wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung ermittelte, reiste Ende Oktober nach Marrokko. Einen Rückflug am 8. Dezember trat er nicht an. Auf zahlreiche Nachfragen haben die marokkanischen Behörden inzwischen eingestanden, Zammar habe das Land nach einer kurzzeitigen Inhaftierung wieder verlassen. Allerdings weigern sie sich zu erklären, wohin Zammar gereist ist. In Sicherheitskreisen wird spekuliert, Zammar könnte untergetaucht oder von einem Geheimdienst verschleppt worden sein. Seine Familie hat inzwischen Vermisstenanzeige erstattet. Zammar gilt den Ermittlern als radikaler Islamist und bekennender Anhänger Bin Ladens. Noch unmittelbar vor den Anschlägen in den USA soll er junge Muslime in Hamburg für die Ausbildung in afghanischen Militärcamps weitervermittelt haben.