Djerba: Neue Hinweise auf Verbindung zwischen Verdächtigem und Hamburger Terrorzelle - DER SPIEGEL
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Djerba: Neue Hinweise auf Verbindung zwischen Verdächtigem und Hamburger Terrorzelle

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Bei ihren Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Anschlag auf die jüdische Synagoge auf Djerba sind die Behörden auf einen weiteren Beleg für eine mögliche Verbindung zwischen den Mülheimer und Duisburger Verdächtigen und der Hamburger Terrorzelle gestoßen. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen Christian G., der unmittelbar vor dem Anschlag von dem mutmaßlichen Attentäter angerufen worden war, sei ein Notizzettel mit dem Namen und der Bankverbindung der Frau des seit 5 Monaten inhaftierten Mounir al-Motassadeq gefunden worden. Ihm wirft die Bundesanwaltschaft Unterstützung der Hamburger Attentäter vom 11. September vor. Inzwischen wird von der Bundesanwaltschaft gegen vier Personen ermittelt, die alle bereits nach den Anschlägen von New York und Washington von den Sicherheitsbehörden in Nordrhein-Westfalen auf eine Liste so genannter Gefährder gesetzt wurden. Alle stehen im Verdacht, Kontakte nach Afghanistan und Pakistan unterhalten zu haben, einige von ihnen sollen dort auch militärisch ausgebildet worden sein. Einer gilt nach Einschätzung von Staatsschützern als Werber für die Bin-Laden- Organisation. Christian G. hat inzwischen erklärt, er habe den tunesischen Attentäter im vergangenen Jahr in einer Moschee in Pakistan kennen gelernt. Weil man sich sympathisch gewesen sei, habe man Telefonnummern ausgetauscht. Die Ermittler macht misstrauisch, dass Christian G. von dieser Reise unmittelbar vor dem 11. September nach Deutschland zurückgekehrt ist und kurz darauf seinen Pass verloren gemeldet hat. Diese Methode ist bei Islamisten weit verbreitet um sich neue Papiere, ohne verräterische Einreisestempel, zu verschaffen. Bei der Durchsuchung der Wohnung ist das angeblich verloren gegangene Papier dann gefunden worden. Zudem ist Christian G. Monate zuvor schon einmal von den georgischen Behörden aufgegriffen worden, als er offenbar auf dem Weg nach Tschetschenien war. Zur Begründung erklärte er damals, er habe nur tschetschenischen Flüchtlingen humanitäre Hilfe zukommen lassen wollen.