DFB-Präsident Mayer-Vorfelder zeigt Finanzamt höhere Einnahmen an als bisher zugegeben
Der frühere baden-württembergische Finanzminister und heutige Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Gerhard Mayer-Vorfelder, hat den Finanzbehörden mitgeteilt, dass er als Präsident des VfB Stuttgart von seinem Verein erheblich mehr als die bisher bekannten gut 600 000 Mark erhalten hat. Nach Angaben von Mayer-Vorfelders Büroleiter handelt es sich um "ganz gewöhnlichen Auslagenersatz in früheren Jahren durch den VfB". Gegen den DFB-Präsidenten ermittelt die Stuttgarter Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und des Betruges (SPIEGEL 13/2002). Jetzt hat der Ex-CDU-Politiker die Zahlungen, die bis in das Jahr 1993 zurückreichen, dem Finanzamt im Rahmen einer "Berichtigung" seiner Steuererklärung angezeigt. Ob die nachträglichen Angaben als strafbefreiende Selbstanzeige ausgelegt werden können, wird derzeit durch die Ermittler geprüft.