Wirtschaftsprüfer von KPMG in Kirch-Fall verwickelt
Die Berliner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG spielt auch bei dem gerade gestürzten Münchner Medienunternehmer Leo Kirch eine Rolle: Schon 1998 hatte Kirch die KPMG zu Bilanzprüfern bestellt. Noch im Frühjahr 2001 sahen die Prüfer bei der nun in die Insolvenz gerutschten Kern.rma KirchMedia keinen Anlass zur Beunruhigung. Mit Datum vom 25. Mai testierte KPMG in einem "Bestätigungsvermerk die KirchMedia-Bilanz für das am 31. Dezember 2000 abgelaufene Geschäftsjahr uneingeschränkt: "Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Claus-Peter Weber, Professor für Wirtschaftsprüfung an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken, nennt das Kirch-Urteil der KPMG "zumindest ungewöhnlich. "Schon die im Geschäftsbericht veröffentlichten Zahlen, so Weber, "zeigen doch, dass KirchMedia auf eine erhebliche Liquiditätsenge zumarschierte darauf wird nicht hingewiesen. KPMG war in den vergangenen Wochen durch Bilanzskandale bei Kunden wie Comroad oder Phenomedia in die Schusslinie ger aten.