Deutsche Bundeswehreinheiten in Kabul überlastet
Unmut über ungewohnte Aufgaben regt sich bei den deutschen Heeresfliegern in Kabul. Seit Wochen müssen die Hubschrauberbesatzungen ihre CH-53-Helikopter auf dem Flugplatz der afghanischen Hauptstadt Ta und Nacht selbst bewachen. Der Grund: Die für Schutzaufgaben eingesetzten Fallschirmjäger des deutschen An- teils der Isaf-Friedenstruppe sind überlastet und können allenfalls zeitweilig aushelfen. Zusätzliche Mannschaften kann die Bundeswehr aber nicht einfliegen, weil die vom Bundestag genehmigte Kontingentstärke von 1200 Soldaten ausgeschöpft ist. Die drei Hubschrauber waren Anfang April zerlegt nach Kabul gebracht worden. Der Zusammenbau dauerte: Erst vorige Woche konnten die Piloten erste Test- und Erkundungsflüge absolvieren. Weil die Crews fortan mehr fliegen und weniger Wache schieben sollen müssen nun die Mechaniker häufiger ans Gewehr.