Unternehmenspleite könnte geplantes Polizei-Computersystem gefährden
Bei der geplanten Einführung des Computersystems Inpol-Neu im Bundeskriminalamt (BKA)sind Schwierigkeiten aufgetaucht. Der bisherige Hauptlieferant eines Kommunikationssystems musste vor kurzem Insolvenz beantragen. Der Ausfall des Unternehmens könnte das Projekt "ernsthaft gefährden , heißt es beim BKA. Der Status von Inpol-Neu könne daher derzeit nur "mit Gelb bewertet werden, die Behör- de sucht nach neuen Helfern.
Das ambitionierte Datennetz soll das veraltete, aus den siebziger Jahren stammende Programm Inpol-Aktuell ablösen und dem BKA sowie den Länderpolizeien einen schnelleren und besseren Zugriff auf Fahndungs- und Personendaten bieten. Das seit 1992 geplante, mehr als 100 Millionen Euro teure System sollte ur- sprünglich bereits ab April 2001 genutzt werden. Trotz der Turbulenzen wagt das BKA nun, einen neuen Termin zu nennen: Eine eingeschränkte Version soll im August kommenden Jahres in Betrieb gehen.
DER SPIEGEL 23/2002,Seite 20