HDW-Aktienverkauf: US-Regierung erhält Einfluss auf deutsche U-Boot-Bauer - DER SPIEGEL
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HDW-Aktienverkauf: US-Regierung erhält Einfluss auf deutsche U-Boot-Bauer

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Die Genehmigung der EU-Kommission für den Verkauf der Aktienmehrheit der Kieler Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) an den US-Finanzinvestor One Equity Partners (OEP)sorgt für Unruhe: Die US-Regierung könnte so womöglich Einfluss auf die Geschäftspolitik des U-Boot-Bauers erhalten. Denn OEP-Chef Richard Cashin möchte US-Rüstungskonzerne wie Northrop Grumman nach dem HDW-Einstieg als "Partner “gewinnen. Sollte ein US-Konzern einsteigen oder als Zulieferer für HDW-Boote auftreten, hätte die US-Regierung bei Exportgeschäften faktisch ein Vetorecht. So blockierte Washington schon Airbus-Verkäufe an Libyen –die Triebwerke der Jets stammten aus US-Produktion. Auch HDW-Zulieferer wie der britische Rüstungskonzern BAE Systems fürchten um die Geschäfte. Die deutsche BAE-Tochter STN Atlas ist mit HDW in einer "strategischen Kooperation “verbunden und liefert unter anderem Torpedos. Bei Altkunden, die den USA nicht genehm sind, sorgen sich die Briten, könnte das Pentagon sogar die Modernisierung gelieferter Unterseeboote blockieren. HDW hält bei konventionell angetriebenen U-Booten einen Weltmarktanteil von rund 70 Prozent.

DER SPIEGEL 23/2002,Seite 19