Hochschüler haben laut Fraunhofer-Studie keine Lust auf Selbständigkeit
Angehende Ingenieure und Naturwissenschaftler an Deutschlands Hochschulen haben kaum Lust, sich nach Abschluss ihres Studiums selbständig zu machen. Nach einer Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für Systemtechnik und Innovationsforschung im Auftrag des Bildungsministeriums kann sich lediglich jeder fünfte Student eines mathematisch-naturwissenschaftlichen Faches vorstellen, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Auch Geistes- und Erziehungswissenschaftler steuern mit großer Mehrheit lieber einen Job als Angestellter oder Beamter an. Ausgeprägter ist das Interesse an der Selbständigkeit hingegen bei angehenden Architekten und Medizinern. Das Fraunhofer-Institut fordert die Hochschulen nun auf, den Gründergeist gerade von Natur- und Ingenieurwissenschaftlern stärker zu fördern. Viele der insgesamt 5300 Befragten hätten kritisiert, dass Studiengänge zu theoretisch ausgerichtet seien und keine Unternehmerfähigkeiten vermittelten.