Spitzel: Früherer "Stern"-Reporter Heidemann war Stasi-Informant - DER SPIEGEL
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Spitzel Früherer "Stern"-Reporter Heidemann war Stasi-Informant

Der ehemalige "Stern"-Reporter Gerd Heidemann hat für die DDR-Staatssicherheit gearbeitet. Er hatte 1983 den Skandal um die gefälschten Hitler-Tagebücher mit ausgelöst.
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Heidemann wurde im August 1953 in Ost-Berlin als Geheimer Mitarbeiter (GM) mit dem Decknamen "Gerhard" verpflichtet. Der Journalist sollte unter anderem die Ankunft der amerikanischen Atomwaffen in Westdeutschland für die Stasi überwachen und erhielt für seine Spitzeltätigkeit auch Agentenlohn.

1955 distanzierte sich Heidemann von der Stasi. Trotzdem reichte das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) die Akte 1978 an die fürs Ausland zuständige Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) weiter. Dort landete sie in der Abteilung X ("Aktive Maßnahmen, Desinformation"). Da sich die HVA weitgehend selbst auflöste, sind dort kaum mehr Akten vorhanden. Aus den so genannten Sira-Bändern geht jedoch hervor, dass der "IM-Vorgang mit Arbeitsakte" Anfang der achtziger Jahre bei der HVA unter dem neuen Decknamen "Rose" registriert wurde.

Zwischen 1981 und 1986 wurden Daten zu dem Vorgang als "aktive Erfassung für operative Diensteinheit" gespeichert. Für Fachleute der Gauck-Behörde bedeutet dies, dass Heidemann auch in diesen Jahren noch für das MfS aktiv war. Heidemann räumt die Stasi-Kontakte aus den fünfziger Jahren ein. Er will sich seinerzeit jedoch mit dem Landesamt für Verfassungsschutz in Hamburg abgesprochen und das Geld an die westdeutsche Behörde weitergegeben haben. Er sei eine Art Doppelagent gewesen, sagt Heidemann.