Internes Bahn-Papier sieht Preiserhöhungen und Verschlechterungen im Service vor - DER SPIEGEL
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Internes Bahn-Papier sieht Preiserhöhungen und Verschlechterungen im Service vor

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wenn die Bahn AG am 15. Dezember ihr neues Preissystem einführt, wird sich für die Kunden vieles verschlechtern. Das belegt ein internes Papier, in dem das Unternehmen seine Vorstellungen über die künftigen Reisebedingungen zusammengefasst hat. So sollen Kunden, die Fahrkarten zum neuen Frühbucherrabatt ("Plan & Spar-Preis") lösen, "ein Entgelt von 45 Euro pro Richtung" und obendrauf den Differenzbetrag zum Normalpreis zahlen, wenn sie den gebuchten Zug verpassen und stattdessen einen anderen nehmen. Auch für Fahrkarten ohne Rabatt verschlechtern sich die Konditionen. Derzeit ist ein Ticket für eine einfache Fahrt noch vier Tage lang gültig, ab dem 15. Dezember muss die Strecke innerhalb von zwei Tagen zurückgelegt werden. Außerdem soll für die besonders schnellen ICE-Sprinter-Züge noch mal ein zusätzlicher Aufschlag erhoben werden - stolze 15 Euro für die erste und 10 Euro für die zweite Wagenklasse "pro Person und Richtung". Vor Inkrafttreten muss Bahnchef Hartmut Mehdorn die neuen Beförderungsbedingungen noch von Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) absegnen lassen. Ob der sich vor der Bundestagswahl festlegt, ist ungewiss; zumindest das neue Preisgefüge soll daher erst anschließend verkündet werden. Dass die Bahn ihre Preise um rund ein Drittel anheben will, lässt sich aus einem Schreiben an ihre Reisepartner ersehen. Dort heißt es, die Preise auf der neuen ICE-Trasse Frankfurt-Köln entsprächen in der Summe "etwa dem künftigen Fahrpreis nach Einführung des neuen Preissystems". Ein Ticket in der zweiten Klasse auf der 177-Kilometer-Strecke kostet mit Zuschlägen stolze 53,60 Euro.