Interview: Fischer fordert Umdenken in der globalen Umweltpolitik - DER SPIEGEL
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Interview: Fischer fordert Umdenken in der globalen Umweltpolitik

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Grünen-Spitzenkandidat Joschka Fischer hat sich vor dem Hintergrund der Hochwasserkatastrophe für ein Umdenken in der Klima- und Umweltpolitik ausgesprochen. Unter dem Eindruck der Überschwemmungen würden "viele Menschen neu nachdenken", sagte der Außenminister dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. "Wenn es überhaupt eine positive Folge der Katastrophe geben kann, dann ist es doch die Erkenntnis, dass Umweltprobleme globale Probleme sind, die langfristiges Handeln erfordern." Fischer sprach sich bedingt für die Weiterführung der Ökosteuer aus: "Wenn der ökonomische Spielraum reicht, machen wir weiter." Konkrete Erhöhungsschritte wolle er jedoch wegen der unsicheren Konjunkturlage und der "Steuerwut" der Bürger nicht nennen. Die Ökosteuer sei "noch nicht wirklich auf breiter Grundlage akzeptiert". Erst wenn dies anders sei, könnten die "Steuersätze viel rationaler diskutiert werden". Mit Blick auf die europäische Integration nannte Fischer die Hochwasserkatastrophe eine "Chance, dass die Menschen eine andere Sicht auf Europa bekommen". Jetzt könne die Brüsseler Kommission zeigen, dass Europa "helfen kann und hilft, wenn es konkret wird".