Bremer Bildungssenator Lemke soll Bauunternehmer Aufträge zugeschanzt haben
In der Bremer Korruptionsaffäre um den Bauunternehmer Kurt Zech ermittelt die Polizei jetzt auch gegen zwei leitende Polizisten wegen Vorteilsannahme. Sie waren an der Planung des neuen Polizeipräsidiums beteiligt, das von Zech gebaut wurde. Weil bei dem 44-Millionen-Euro-Projekt von der Baubehörde zudem die Gebühren für eine Baugenehmigung um 287000 Euro zu niedrig angesetzt worden sind, geraten auch dort Mitarbeiter in Korruptionsverdacht. Vor dem Untersuchungsausschuss zur Zech-Affäre muss am Mittwoch der Bremer Bildungssenator und Ex-Manager von Werder Bremen, Willi Lemke (SPD), aussagen. Ihn belastet ein ehemaliges Vereinsmitglied des Fussball-Bundesligisten. Laut diesem soll Lemke seinen politischen Einfluss genutzt haben, um Zechs Firma einen Bau-Auftrag am Weserstadion zuzuschanzen. Durch das Geschäft hätten Vereinsfunktionäre bei Privatbauten profitiert. Lemke weist die Vorwürfe zurück..