Schröder gewinnt deutlich an Sympathie bei Arbeitslosen
Die rot-grüne Regierung hat im September bei Arbeitslosen deutlich an Ansehen gewonnen. Nach einer Umfrage von NFO Infratest im Auftrag des SPIEGEL sind 34 Prozent der Arbeit Suchenden mit dem Kabinett Schröder zufrieden. Im August waren es nur 23 Prozent. Auch der Kanzler bekommt von dieser Bevölkerungsgruppe auffallend gute Noten: 62 Prozent finden, er mache einen ordentlichen Job. Der Wert liegt 21 Prozentpunkte über dem des Vormonats. Damit scheint die Oppositionsstrategie, das Kabinett Schröder vor allem in der Arbeitsmarktpolitik zu attackieren, bei den Arbeitslosen immer weniger zu fruchten. Ein Grund für den Stimmungsumschwung zu Gunsten der rot-grünen Koalition ist des Kanzlers Haltung zu einem möglichen Irak-Krieg. 65 Prozent teilen die Meinung Schröders und lehnen einen Waffengang gegen Saddam Hussein auch mit einem Uno-Mandat strikt ab. Groß ist die Zustimmung zu Schröders Position laut SPIEGEL-Umfrage bei Sozialdemokraten (75 Prozent) und Grünen (82 Prozent).
(Befragung vom 9. bis 12. September; 2000 Befragte)