Wurde geschasster MLP-Manager erpresst? - DER SPIEGEL
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Wurde geschasster MLP-Manager erpresst?

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Affäre um den dramatischen Kurssturz beim Finanzdienstleister MLP nimmt immer absurdere Züge an. Laut internen MLP-Protokollen soll der vorvergangenen Donnerstag entlassene Topmanager Dorian Simon von einer Investmentbankerin erpresst worden sein. Angeblich habe sie ihn mit einer Sexaffäre unter Druck gesetzt, damit er Geschäftsinterna nach draußen gebe. Das Motiv der Bankerin seien Leerverkäufe und die Vorbereitung einer unfreundlichen Übernahme durch Konkurrenzunternehmen gewesen. Bei einer Untersuchung von Simons Festplatte hatten Spezialisten Fragmente von anonymen Schreiben an verschiedene Printmedien gefunden. "Kein Kommentar", sagt dazu MLP-Sprecher Michael Pfister. Auch Simon will nicht Stellung nehmen. Die betroffene Investmentbank hat den Fall intern untersucht. Dabei seien "keinerlei Unregelmäßigkeiten seitens der Mitarbeiterin" aufgetaucht, heißt es in einer Stellungnahme. Die Anschuldigungen seien vollkommen unbegründet. Die Investmentbankerin weist alle Vorwürfe zurück und bestreitet die Sex-Affäre.