Verteidigungsminister Struck will ostdeutsche Soldaten nach Westniveau bezahlen
Bundesverteidigungsminister Peter Struck (SPD) will die Berufs- und Zeitsoldaten aus Ostdeutschland finanziell besser stellen. Als ersten Schritt zur Anhebung ihrer Dienstbezüge auf Westniveau verhandelt Struck jetzt mit Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) über die Gehaltsregeln für die Truppen im Auslandseinsatz. Bisher gilt, dass Soldaten aus den neuen Bundesländern während einer Auslandskommandierung - etwa nach Afghanistan oder auf den Balkan - den vollen Westsold erhalten, allerdings nur vorübergehend. Nach der Heimkehr werden sie wieder auf das Ostniveau (90 Prozent) zurückgestuft, was zu zahlreichen Beschwerden beim Bundestags-Wehrbeauftragten geführt hat. Künftig sollen diese Soldaten nach der Rückkehr in ihre ostdeutschen Garnisonen das höhere Westeinkommen behalten dürfen. Bürokraten im Schily-Ressort, das im Bund für Besoldungsfragen zuständig ist, sträuben sich noch gegen den Struck-Plan. Sie fürchten, dass Angehörige von Bundesgrenzschutz und Beamte ähnliche Ansprüche erheben und so die Personalkosten in die Höhe treiben könnten.