Luftfahrt Aldi-Airline auf edel
Der Wettbewerb in der heiß umkämpften Branche der Billigflieger treibt immer bizarrere Blüten. Am Montag nächster Woche geht erstmals eine neue Low-Cost-Airline an den Start, die sich auf die Bedürfnisse von Geschäftskunden spezialisieren will. Der Neu-Isenburger Aldi-Carrier "BerlinJet" befördert in der Einführungsphase Dienst- und Privatreisende in seinen Regionalflugzeugen vom Typ Embraer 120 mit 30 Sitzen schon ab 55 Euro von Frankfurt nach Brüssel. Wer will, kann von dort aus mit dem BerlinJet-Partner Delsey Airlines günstig nach New York, Boston oder Los Angeles weiterfliegen. Demnächst will die junge Firma, die von zwei Volkswirtschaftsstudenten und einem Airline-Experten gegründet wurde, auch Trips von Frankfurt nach Berlin, Saint-Tropez und Grenoble anbieten. Branchenkenner sind allerdings skeptisch, ob der neue Low-Cost-Carrier lange in der Luft bleiben wird. Anders als die übrigen Billig-Airlines bieten die Jungmanager ihren Passagieren auch Mahlzeiten an Bord, kostenlose Zeitungen und sogar ein Vielfliegerprogramm. Auch die ungünstigen Flugzeiten könnten die Anlaufverluste der neuen Airline in die Höhe treiben. Die erste Maschine startet schon um 6.35 Uhr in Frankfurt, zu so früher Stunde heben überwiegend Ferienflieger ab.