ADAC will in großem Stil Kfz-Versicherungen verkaufen
In großem Stil will der ADAC künftig Kfz-Versicherungen verkaufen, um zusätzliche Einnahmen zu erschließen und seine Beitragszahler enger an sich zu binden. Vom 1. Oktober an können Clubmitglieder über den Verein erstmals maßgeschneiderte Pkw-Policen abschließen, die nach strengen Vorgaben des ADAC entwickelt wurden und zahlreiche, meist exklusive Zusatzleistungen bieten. Wer bei den ADAC-Assekuranzpartnern Kravag oder Deutscher Herold auf Vermittlung des Autoclubs einen Vertrag unterschreibt, erhält gestaffelt nach der Dauer seiner Mitgliedschaft bis zu 25 Prozent Rabatt. Die Selbstbeteiligung in der Kasko-Versicherung kann, anders als bei den meisten anderen Anbietern, flexibel selbst bestimmt werden. Auch im Fall eines Crashs sollen Kunden der neuen ADAC-Versicherung besser gestellt werden. Kommt es zu einem Totalschaden, wird bis zu einem Jahr nach der Erstzulassung der volle Neupreis erstattet. Bei konkurrierenden Unternehmen gilt diese Zusage meist nur in den ersten drei oder sechs Monaten. Wer 25 Jahre lang unfallfrei gefahren ist, wird sogar nach einem selbst verschuldeten Unfall nicht automatisch zurückgestuft. Ein besonders attraktives Einsteigerpaket hat der ADAC für Führerscheinanfänger geschnürt, um Jugendliche verstärkt als Clubmitglieder zu gewinnen. Statt bis zu 260 Prozent, wie sonst üblich, zahlen die Youngster nur 125 Prozent der Normalprämie. Dafür müssen sie allerdings im ersten Jahr ein Fahrsicherheitstraining beim ADAC absolvieren. Auch darf das versicherte Auto nicht älter als sieben Jahre sein und nicht mehr als 55 kW haben.