Ryanair verhandelt mit deutschen Flughäfen über Startrechte
Die irische Billigfluglinie Ryanair verhandelt nach eigenen Angaben zurzeit mit acht deutschen Airports um günstige Start- und Landegenehmigungen. Welche Flugplätze in der engeren Wahl sind, wollen die Ryanair-Manager nicht verraten. In Branchenkreisen gilt als sicher, dass die Iren unter anderem den thüringischen Flughafen Altenburg-Nobitz im Visier haben. Von der ehemaligen Militärpiste, die nur 50 Kilometer von Leipzig entfernt liegt, bietet bereits heute die Chartergesellschaft Air Berlin Ferienflüge nach Mallorca an. Damit auch die Ryanair-Jets dort abgefertigt werden können, wollen die Altenburger unter anderem die Start- und Landebahn verlängern und das Terminalgebäude umbauen. Ryanair-Chef Michael O'Leary wollte sich zunächst Verkehrsrechte auf dem deutlich größeren Airport Leipzig/Halle sichern. Doch die Verhandlungen scheiterten, weil O'Leary nach Darstellung des Flughafenchefs viel zu geringe Gebühren zahlen wollte. Nun rechnen sich die benachbarten Thüringer Chancen aus, den Zuschlag des irischen Billigfliegers zu bekommen. Den Plan, ab 2003 auch innerdeutsche Verbindungen anzubieten, hat Ryanair allerdings vorerst zurückgestellt.