Bankenpräsident Rolf Breuer hält die Krise seines Gewerbes für "Besorgnis erregend“ - DER SPIEGEL
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Bankenpräsident Rolf Breuer hält die Krise seines Gewerbes für "Besorgnis erregend“

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Der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken und Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bank, Rolf Breuer, bezeichnete die Lage der deutschen Banken in einem Gespräch mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL als "Besorgnis erregend, weil etliche Probleme hausgemacht sind“. Die Branche habe ein "gewaltiges Strukturproblem“, außerdem habe sich das Drei-Säulen-Modell aus Sparkassen, Genossenschafts- und Privatbanken überlebt. "Es ist ohne jede Zukunft“, sagte Breuer dem SPIEGEL. Für den Kursverfall der Bankaktien in den vergangenen Monaten will Breuer jedoch andere Faktoren nicht ausschließen: "Schauen Sie einmal genau hin, wann die Kurse deutscher Bankaktien abrutschen – häufig nachmittags, wenn die US-Investoren in Übersee wach werden. Das hat vielleicht auch mit dem zurzeit gestörten deutsch-amerikanischen Verhältnis zu tun“, sagte er dem SPIEGEL. Der Bankenpräsident wollte weitere Schieflagen auch großer Banken nicht ausschließen: "Es gibt kein aktuelles Problem“, sagte er, "aber man darf solche Horrorszenarien heute nicht mehr ignorieren. Die Schockwellen wären jedenfalls enorm.“