Klage gegen Ex-Botschafter Borer-Fielding in der Sex-Affäre
Der ehemalige Botschafter der Schweiz in Berlin, Thomas Borer-Fielding, sieht sich in der so genannten Sex-Affäre einer Klage ausgesetzt. Am Donnerstag vergangener Woche reichte der Berliner Kaufmann Heinrich Wirtz die Klage gegen Borer- Fielding beim Landgericht Potsdam ein. Der Ex-Diplomat schulde Wirtz noch 60713,77 Euro, heißt es in der Klageschrift. Wirtz behauptet darin, er habe im Auftrag Borer-Fieldings eine "psychische ,Rundumbetreuung der Berliner Visagistin Djamile Rowe organisiert, die ihre zunächst belastenden Aussagen gegen Borer wegen einer angeblichen Liebesaffäre später zurückzogen hatte. Wirtz habe, so die Klage, für Rowe zeitweise ein Luxus-Apartment am Potsdamer Platz, einen Bodyguard sowie ein Mercedes-Benz SLK Coupé gestellt. Monatlich habe er deshalb Aufwendungen in Höhe von etwa 30 000 Euro gehabt. Anfang April hatte Djamile Rowe in einer eidesstattlichen Versicherung behauptet, sie habe Borer-Fielding in einer Märznacht in dessen Botschaft besucht. Die vermeintliche Sex-Affäre kostete Borer-Fielding den Posten. Anfang Juli hatte Rowe ihre Aussagen überraschend widerrufen. Wirtz, der unter anderem wegen Betrugs vorbestraft ist, will zudem für Borer-Fielding ein Expertenteam zusammengestellt haben, mit dessen Hilfe es Borer-Fielding schließlich gelungen sei, den Schweizer Verleger Michael Ringier zu einer Entschädigung in Höhe von angeblich mehreren Millionen Euro zu bewegen.