Infineon-Chef Schumacher in Verhandlungen mit Telekom
Telekom-Interims-Chef Helmuth Sihler und sein Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Dietrich Winkhaus führen seit einigen Wochen intensive Verhandlungen mit Infineon-Chef Ulrich Schumacher. Er soll, heißt es bei Mitgliedern des Kontrollgremiums, einer von drei externen Kandidaten für den Posten des Telekom-Chefs sein, die dem Aufsichtsratspräsidium in zwei Wochen vorschlagen werden. Das vierköpfige Gremium wird dann abschließend über die Personalie beschließen. Wie es in Aufsichtsratskreisen weiter heißt, sei jedoch völlig offen, ob Schumacher auf die Avancen der Telekom überhaupt eingehe.
Unterdessen wächst die Kritik an der schleppenden Kandidatensuche, die von ständigen Spekulationen und Dementis begleitet wird. So hatte Sihler intern versichert, dass mit keinem der in der Öffentlichkeit gehandelten Kandidaten überhaupt gesprochen worden sei. Namen wie Ex-VW-Chef Ferdinand Piëch, Post-Chef Klaus Zumwinkel, Ex-Bertelsmann-Lenker Thomas Middelhoff oder Ex-BDI-Chef Hans-Olaf Henkel seien somit völlig aus der Luft gegriffen. Tatsächlich jedoch können einige Manager sogar schriftliche Gesprächseinladungen von Aufsichtsrats-Chef Winkhaus vorweisen. Telekom-Konzernbetriebsrat Wilhelm Wegner fordert wegen der "dilettantischen Kandidaten-Suche mittlerweile Winkhaus Rücktritt.