Firma eines CDU-Großspenders erhielt im Saarland staatliche Bürgschaft
Die Firma eines Großspenders der saarländischen CDU hat von der Saarbrücker Landesregierung unter Ministerpräsident Peter Müller (CDU) im Sommer dieses Jahres eine staatliche Bürgschaft von über zehn Millionen Euro zugesagt, obwohl das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt dem Land bereits mehr als zwei Millionen Euro Steuern schuldete. Bei der Firma handelt es sich um den Saarbrücker Autozulieferer Michels GmbH, dessen langjähriger geschäftsführender Gesellschafter Willi Steiner auch Mitglied der Finanzkommission der Saar-CDU ist. Steiner, ein persönlicher Freund von Regierungschef Müller, wurde, kurz nachdem sein Unternehmen Mitte Juli Insolvenz angemeldet hatte, wegen des Verdachts auf Kreditbetrug in Millionenhöhe verhaftet und erst kürzlich gegen eine Kaution von 250000 Euro freigelassen.
Steiner ist seit Jahren der größte Einzelspender der Saar-CDU. Allein von 1998 bis 2000 bedachte er die Union mit mindestens 55 000 Euro. Ministerpräsident Müller bestreitet, dass seine Regierung Steiner wegen dessen guter CDU-Kontakte bevorzugt habe. Steiners Firma sei im Zusammenhang mit der Bürgschaft behandelt worden "wie jedes andere Unternehmen auch.