BMW mit eigenem Rennwagen in die Formel 1?
Die Überlegenheit von Ferrari in der Formel 1 hat bei BMW zu einem Umdenken geführt. Wie der SPIEGEL in der neuen Ausgabe berichtet, planen die Verantwortlichen der Motorsport-Abteilung ab 2005 den Einsatz eines eigenen Rennwagens. Bis 2004 sind die Münchner Motorpartner des englischen Williams-Rennstalls. Die Verlängerung des Vertrages macht BMW davon abhängig, dass der Autokonzern entscheidenden Ein.uss auf den Bau der Williams-Autos bekommt. "Wir bieten unsere Ressourcen und unsere Kompetenz an, sagt Motorsport-Direktor Mario Theissen. Teamchef Frank Williams zögert aber noch, den BMW-Ingenieuren sämtliche Daten seiner Autos zu überlassen. Intern herrscht bei BMW bereits die Meinung vor, dass die Chancen auf den Weltmeisterschaftstitel mit einem eigenen Rennwagen größer wären. BMW-Motorsport-Direktor Gerhard Berger: "Entweder man baut das Auto selber oder man ist abhängig vom Team davon, wie viel Williams investiert. Auch beim Erzrivalen Mercedes hat der enttäuschende Saisonverlauf Konsequenzen. Der von BMW abgeworbene Motorenentwickler Werner Laurenz soll alle Ressourcen des DaimlerChrysler-Konzerns in die Motorenproduktion der Mercedes-Tochter Ilmor einbringen. Das Ziel ist, die Entwicklung der Rennaggregate auf das Niveau der industriellen Arbeitsprozesse des Serienbaus anzuheben. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug im SPIEGEL: "Wir wollen Rennmotoren bauen wie S-Klasse- Motoren.