Zwei deutsche Staatsbürger bei Kämpfen inTschetschenien getötet
Bei Gefechten mit russischen Militärs inTschetschenien sind Anfang Oktober offenbar zwei deutsche Staatsbürger getötet worden, die auf der Seite tschetschenischer Rebellen kämpften. Die Passdaten des eingebürgerten Tunesiers und des Deutsch-Türken wurden der Bundesregierung von russischen Behörden übermittelt, die Angehörigen sind benachrichtigt. Auch wenn die zweifelsfreie Identifizierung noch nicht abgeschlossen ist, gehen Beamte davon aus, dass es sich bei den Getöteten um den 37-jährigen Neu-Ulmer Mevlüt P. und den 40-jährigen Tarek B. aus dem schwäbischen Schorndorf handelt. Offenbar kämpften beide Deutsche an der Seite des Tschetschenen-Kommandanten Ruslan Gelajew. Der einstige Vizepremier Tschetscheniens hatte sich ins georgische Pankisi-Tal zurückziehen müssen. Als seine Anhänger sich in Kleingruppen nach Tschetschenien durchschlugen, kam es zu den tödlichen Gefechten. Mit Hochdruck suchen Fahnder nun nach jenen Hintermännern, die hier zu Lande Kämpfer für den Kaukasus rekrutieren.